Unser Seminarprogramm

Die Frucht der Freude

Die Schöpfung zeigt uns auf beeindruckende Weise, was es heißt sich wandeln zu lassen - dank der vier Jahreszeiten, die wir mit ihr erleben dürfen. Intensiver bewusst geworden ist mir dieses Geheimnis an einem bestimmten Apfelbaum neben dem Hildegardzentrum. Im Frühling nahm ich von den Knospen und später von den frischen Blättern. Und in Gedanken kam ich mit dem Apfelbaum ins Gespräch und sagte zu ihm: Wenn ich dir jetzt im Frühling schon Knospen und Blätter nehme, dann wird es wohl im Herbst weniger Früchte geben … Doch meine Vermutung wurde vom Gegenteil überrascht: Es ist August geworden, und der Baum trägt so viele Früchte, dass seine Äste Unterstützung brauchen. Der Apfelbaum wurde mir zum Lehrer und es war, als hörte ich ihn sagen: Wenn du bereit bist, dich immerfort wandeln zu lassen, und wenn du bereit bist, dich an Gott und die notleidenden Menschen hinzugeben, dann wirst du mit reicher Freude, die vom Himmel kommt, beschenkt.

Br. Benedikt Maria Hödlmoser OSB

Liebe Seminargäste,

Wandlungsfähig bleiben, das ist eines der drei Versprechen, das sowohl die Mönche als auch die Oblaten des Klosters ablegen. Unser Seminarprogramm ist unter anderem eine Einladung zu Ihren ganz persönlichen Wandlungs-Erfahrungen. Gerne können Sie sich direkt beim Seminar anmelden. Ihre Anmeldung wird an mich oder die jeweiligen Kursleiter*innen weitergeleitet.

Im Namen der Brüder und aller Referentinnen und Referenten wünsche ich Ihnen gesegnete Seminartage.

Susanne Gross

(Seminarbüro)                                                                                                                                                                                                                 

Klosterheilkunde 3

Unsere Nahrungsmittel sind unsere Heilmittel

Was Hippokrates und Hildegard von Bingen wussten und die Klosterheilkunde neu bewusst machen möchte: "Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein."

In der Fülle der Früchte des Herbstes, suchen wir uns die Nahrungs- und Heilmittel, die wir ernten, verarbeiten, konservieren und natürlich auch verkochen und verkosten. Der nahe Klosterwald lädt ein, ganzheitlich Nahrung aus dem Wald zu tanken.

Wir gehen der Frage nach, was uns an Leib und Seele nährt.

"Wenn der Mensch sein Fleisch in Maßen nährt, dann ist auch sein Betragen fröhlich und umgänglich. Wenn er aber im Übermaß der Schmausereien und Gelage dahinlebt, dann legt er zu jedem schändlichen Fehler den Keim. Und wer andererseits seinen Körper durch unterwürfige Enthaltsamkeit schädigt, der geht immer zornig einher." (Hildegard von Bingen)

Zurück zur Übersicht

Klosterheilkunde 3