Benediktinermönche waren schon vor tausend Jahren Kulturträger im Salzkammergut. Der prominenteste war der hl. Wolfgang, von dem See und Ort ihren Namen haben.

 

Geprägt durch wechselnde Besitzer und zahlreiche Umbauten, ist das "Gut Aich" seit beinahe 800 Jahren fixer Bestandteil der Winkler Dorfgemeinschaft. Besonders in seiner Funktion als Glasmanufaktur war es über einen langen Zeitraum eine Stütze der erzbischöflichen Wirtschaft !

 

Chronik

 

  • 13. Jahrhundert: "Gut Aich" ist nachzuweisen als Besitz des Erzbistums Salzburg.
  • 1323: Übertragung an den Probst des Stiftes St. Florian.
  • 1420: Privatbesitz von Leonardus Meychsner
  • 1468: Rückkauf durch das Erzbistum Salzburg
  • 1562: Privatbesitz von Ulrich Moosgassn
  • 1585: Übergabe an Sohn Wolf Moosgassn
  • 1622: Übergabe an Schwiegersohn Martin Eisl
  • 1650: Kauf durch Gallus Forsthuber
  • 1655: Übergabe an Schwiegersohn Matthias Sams
  • 1696: Kauf durch Tobias Friesl
  • 1702: Errichtung einer Glashütte im heutigen Winkl
  • 1714: Kauf durch Hanns Eisl
  • 1740: Kauf durch Josef Stadlmann
  • 1766: Kauf durch den Glasfabrikanten Franz Schmauß/Umbau zum Gutshof
  • 1781: Gut Aich mit Glashütte vereinigt
  • 1795: Übergabe an Sohn Kajetan Schmauß
  • 1815: Kauf durch Fürst Philipp Wrede
  • um 1820: Auflassung der Glashütte
  • 1843: Kauf durch Fürst Theodor Wrede (Erbauer des neuen Schlosses Hüttenstein)
  • 1852: Dem Gut werden neue Stallungen hinzugefügt
  • 1857: Übergabe an Fürst Alfred Wrede
  • 1876: Kauf durch Fürstin Ignacia Wrede
  • 1880: Kauf durch Franziska von Liechtenstein
  • 1902: Umbau des Gutes durch Fürstin Franziska von und zu Liechtenstein
  • 1908: Übergabe an Sohn Baron Bela Erös von Bethlenfalva
  • 1921: Teilverkauf (Holzmeistergut)
  • 1929: Kauf durch Dr. Eugen Karlo-Bokros, Maria Karlo-Bokros und Alois Lind zu je einem Drittel
  • 1934: Eigentum von Maria Karlo-Bokros
  • 1937: Kauf 1/2 durch Dr. Erich Gredinger
  • 1940: Erbschaft Elisabeth und Josef Kotzmann
  • 1942: Kauf durch Anna Landbrecht, Maria Gasser und Laurenz Pullirsch
  • 1955: Mutterhaus der Franziskanerinnen von Au am Inn
  • 1993: Der Erzbischof von Salzburg, Dr. Georg Eder, erlaubt die Gründung eines neuen Klosters in St. Gilgen. Die Franziskanerinnen von Au am  Inn stellen ihr ehemaliges Kinderheim Gut Aich für diesen Neuanfang zur Verfügung. Am 24. Juli werden die Schwestern unter großer Anteilnahme der Bevölkerung verabschiedet.
  • 31.10.1994: Am tausendsten Todestag des hl. Wolfgang wird die Kirche geweiht.
  • 1996: Die Kapelle und das Kloster werden mit Kunstwerken ausgestattet. Zusammen mit Bruder Thomas verwirklicht Herr Leopold Hafner den Tabernakel und den Apostelkranz über dem Altar. Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl schenkt uns eine Christusikone des Papstes.
  • 1997: Das Hildegardzentrum wird ausgestaltet. Die Einweihung erfolgt am 11. Juli 1997 durch Kardinal Dr. Augustinus Mayer.
  • 2001: Die erste kanonische Visitation des Klosters durch das Präsidium der österreichischen Benediktinerkongregation findet statt.
  • 2004: Die zweite kanonische Visitation findet am 15. März statt, zur Vorbereitung eines außerordentlichen Generalkapitels der österreichischen Benediktinerkongregation, das am 3. Mai der endgültigen kanonischen Errichtung des Benediktinerklosters Gut Aich in St. Gilgen zustimmt (Urkunde s. unten). Am 23. Juni übergibt der Bischof von Regensburg, Dr. Ludwig Müller, nach einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika St. Emmeram in Regensburg den Mönchen von Gut Aich eine Reliquie des hl. Wolfgang für den Altar der Klosterkirche in Gut Aich. Am 28. Juni wird Pater Dr. Johannes Pausch OSB als der erste Konventualprior des Klosters Gut Aich gewählt. Am 11. Juli wird das Kloster feierlich errichtet. Der Erzbischof von Salzburg weiht den Altar der Klosterkirche und setzt die Reliquie des hl. Wolfgang im Altar bei.

 

 

Urkunde zur Klostererhebung 2004
Urkunde zur Klostererhebung 2004