Am 3. Oktober 2026 , am Vorabend des Gedenktages des Heiligen Franziskus, wurde die neu errichtete Klosterkapelle zum Heiligen Franziskus auf der Illingerbergalm feierlich gesegnet. Rund 40 bis 50 Menschen waren gekommen, um diesen besonderen Moment miteinander zu feiern.
Die Segnung nahm Subprior Bruder Benedikt Hödlmoser vor. In seiner Predigt lud Bruder Martin Kollmann dazu ein, uns immer wieder die Frage zu stellen: Worauf bauen wir unser Lebenshaus? Was gibt unserem Leben Halt und trägt uns – gerade dann, wenn sich etwas verändert oder ins Wanken gerät?
Ein solches Fundament kann unser Glaube sein – ein Glaube, den wir von unseren Eltern und Großeltern empfangen haben und der uns mit den Menschen vor uns und mit Gott verbindet. Die neue Kapelle möchte ein Ort sein, an dem diese Beziehung lebendig bleiben und immer wieder neu erfahren werden kann.
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen, die zur Entstehung dieses besonderen Ortes beigetragen haben: Franz und Anni Schindlauer, Christian und Barbara Schernthaner, Bruder Martin Kollmann und allen Handwerker innen und Helfer innen, die mit ihrem Können, ihrer Zeit und ihrem Engagement am Bau der Kapelle mitgewirkt haben.
Prior Bruder Thomas Hessler gab Einblicke in die Gestaltung der Kapelle und erzählte von den Gedanken, die in ihre Innen- und Außengestaltung eingeflossen sind. Musikalisch wurde die Feier von einem Bläserensemble und Gerhard Gabriel aus Unterach mit seiner Ziehharmonika gestaltet. So wurde die Segnung zu einem festlichen und zugleich bodenständigen gemeinsamen Feiern.
Ein Ort, der weiterwachsen darf
Vor dem Schlusssegen sprach Bruder Thomas ein Gelöbnis aus: Jedes Jahr im Mai wird bei der Kapelle eine Maiandacht gefeiert. Rund um den Franziskustag am 4. Oktober soll außerdem künftig zu einer Franziskusandacht eingeladen werden. Damit wird die Kapelle zu einem Ort, an dem wir innehalten, danken und beten können – mitten in der Natur, verbunden mit der Schöpfung und miteinander.
Im Anschluss an die Feier waren alle zu einer Agape in der neu errichteten Almhütte eingeladen. Bei Musik, guter Jause und Begegnung klang dieser besondere Tag in herzlicher Gemeinschaft aus.
Wir freuen uns, dass auf der Illingerbergalm ein neuer Ort des Gebets und der Begegnung entstanden ist – ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen, sich neu ausrichten und in Beziehung kommen können.