> Bruder Raphael: "Das einzige Beständige ist die Verwandlung und das Wesentliche liegt in uns! Nehmen wir die Fastenzeit als eine Einladung an sich Zeit zu nehmen ... zum Innehalten. Schauen wir nach innen und entdecken wir neu was in uns angelegt ist. Lassen wir uns von innen heraus verwandeln!"
> Christa, Pförtnerin: "Ich habe hier im Europakloster Gut Aich den Bezug der Jahreszeiten neu kennengelernt. Als evangelisch geprägter Mensch kommen mir mehr und mehr die Rituale der Katholischen Kirche an diesem Ort sanft näher. Die Fastenzeit ist auch für mich ein Ritual, welches ich jetzt kennenlerne und schätzen lerne. Die Auseinandersetzung mit der Religion erlebe ich neu und ich lerne immer wieder neu.
Fasten ist für mich nicht unbedingt mit Entzug verbunden. Ganz im Gegenteil eher mit Besinnung, mit Aktivität, mit Auseinandersetzung. Das ist Fasten für mich. Gerade das Gegenteil. Es tut sich etwas. Es ist nichts lahmgelegt. Obwohl ich nicht bewusst auf Etwas verzichte, tut sich etwas. Es ist eine Bewegung, die mich begleitet. Und es ist das Schöne für mich, dass diese Erfahrungen hier im Europakloster Gut Aich in meinen Alltag eingedrungen sind."
> Bruder Martin: „Fastenwoche Frühling 2026 ... Leer werden, damit das Leben wieder Platz bekommt ... Ganz viel darf ich gerade loslassen - an schmerzhaftem, vergangenem ... aber auch viel annehmen - an schönem, gegenwärtigem ... Fasten macht frei, befreit zum Neu-Anfangen.“
> Barbara, Pförtnerin:
"Was bedeutet Fasten (für mich)?
Verzicht – dem Überangebot den Rücken kehren. Wir leben in einer Zeit, in der 100 Sorten Joghurt, Brot und Kekse – egal was – immer viel mehr sind, als ein Mensch essen kann. Betritt man den Supermarkt, sind die Regale stets rappelvoll. Werden die jeden Abend ausgeräumt und neu befüllt oder bleiben sie da, bis jemand sie kauft? Das ist mir immer ein Rätsel, weil ich sie nie leer gesehen habe. Auf jeden Fall ist das für mich das Schwierigste: mich NICHT zu verwöhnen.
Danach folgt die Befreiung von all der Last. Körperlich und geistig spürt man das regelrecht. Ein „Zu-sich-selber-Kommen“, das wahre „Ich“ entdecken. Und dann, weil jetzt Platz ist, die Erneuerung.
Auf jeden Fall ist es leichter, in der Gruppe mit Anleitung zu fasten. Allein ist es sehr schwierig, motiviert zu bleiben, selbst wenn ich weiß, dass spätestens nach dem dritten Tag die Euphorie und Erleichterung eintreten. Aber wie bei fast allem im Leben ist es viel lustiger und einfacher, diesen Weg gemeinsam zu bestreiten."






